Nach Luftangriff auf Gaza : Israel zieht Reservisten ein

| 15. November 2012 | 0 Kommentare
Benjamin Netanjahu erfährt Rückendeckung aus den USA

Benjamin Netanjahu erfährt Rückendeckung aus den USA

Die Lage im Nahen Osten gleicht einem offenen Pulverfass. Nicht nur der Bürgerkrieg in Syrien und die damit zusammenhängenden Grenzkonflikte mit der Türkei halten die Welt in Atem. Nun bricht auch der alte Konflikt zwischen Palestina und Israel wieder offen auf. Israel hat einen Raketenangriff auf den Gaza-Streifen durchgeführt und dabei den “General” der Hamas getötet. Offenbar plant Israel auch einen Einmarsch seiner Bodentruppen in den Gaza-Streifen. Die arabische Welt reagierte empört.

Israel reagierte damit militärisch auf die jüngsten Raketenbeschangriffe der Hamas. In den vergangenen Tagen hatten radikale Palästinenser mehr als 120 Raketen auf israelisches Territorium abgefeuert und dabei acht Israelis verletzt. “Für die Gewalt der Hamas und anderer terroristischer Organisationen gegen die israelische Bevölkerung gibt es keine Rechtfertigung”, sagte US-Außenamtssprecher Mark Toner.

US-Präsident Barack Obama und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu haben nach israelischen Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen miteinander telefoniert. “Wir haben uns eng mit der US-Regierung abgestimmt”, sagte Israels Botschafter in den USA, Michael Oren, dem Nachrichtensender CNN. Netanjahu habe auch mit US-Vizepräsident Joe Biden gesprochen.

Das amerikanische Außenministerium hatte zuvor Israels Recht auf Selbstverteidigung betont. Allerdings sei die israelische Regierung aufgerufen, zivile Opfer so weit wie möglich zu vermeiden, erklärte das Ministerium. “Die Reaktion der USA entspricht dem vollen Verständnis unserer Situation und des Rechts, unsere Bürger zu verteidigen”, sagte Oren.

Unterdessen gab Israels Regierung grünes Licht für die Einberufung von Reservisten. Nach Angaben eines Armeesprechers wurden einige Benachrichtigungen gezielt verschickt. Es handele sich jedoch nicht um eine generelle Mobilisierung.

Mit der explosiven Lage im Nahen Osten wollte sich zeitnah der UN-Sicherheitsrat befassen. Die Sondersitzung war von Ägypten beantragt worden, das wie Israel direkt an den Gazastreifen angrenzt.

Ägypten rief mittlerweile seinen Botschafter aus Tel Aviv zurück. Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi sprach von einem “brutalen Angriff”, bei dem “mehrere Märtyrer und Söhne des palästinensischen Volks” getötet worden seien.

Noch in der Nacht wird der UN-Sicherheitsrat zusammenkommen. An den Gesprächen hinter verschlossenen Türen nähmen Vertreter Israels und der Palästinenser teil, verlautete aus Diplomatenkreisen.

Die Arabische Liga kündigte für Donnerstag oder Samstag eine Sondersitzung an. Palästinenserpräsident Machmud Abbas hatte zuvor eine solches Treffen gefordert.

via Nach Luftangriff auf Gaza : Israel zieht Reservisten ein – n-tv.de.

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Kategorie: International, Politik

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