Euro-Zone rutscht im 3. Quartal in die Rezession – Deutschland bleibt im Plus

| 15. November 2012 | 0 Kommentare

Euro-Zone rutscht in die Rezession

Die Wirtschaft des Euro-Raums ist im dritten Quartal in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt der 17 Mitgliedsstaaten sank zwischen Juli und September um 0,1 Prozent im Vergleich zum Frühjahr, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Zuvor war die Wirtschaftsleistung im zweiten Vierteljahr um 0,2 Prozent zurückgegangen.

Bei zwei Minus-Quartalen in Folge sprechen Fachleute von einer Rezession. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 0,6 Prozent. Auch dies war der zweite Rückgang in Folge.

Allerdings ist die Konjunktur in der Euro-Zone bereits seit vier Quartalen nicht mehr gewachsen. Schon im vierten Quartal 2011 war die Wirtschaft im Währungsraum um 0,3 Prozent geschrumpft, im ersten Quartal dieses Jahres stagnierte sie immerhin – hätte sie damals auch nur ein leichtes Minus verzeichnen müssen, befände sich die Euro-Zone schon zwei Quartale länger in der Rezession. Dieser Punkt ist offiziell erst jetzt erreicht.

Dabei wuchs die Konjunktur in den beiden größten Volkswirtschaften des Währungsraums sogar noch: Sowohl in Deutschland als auch in Frankreich legte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Insbesondere Frankreich überraschte damit positiv, Bankvolkswirte hatten im besten Falle mit einer Stagnation gerechnet.

In den von der Schuldenkrise besonders betroffenen Ländern setzt sich die Talfahrt hingegen ungebremst fort. In Spanien betrug das Minus im dritten Vierteljahr 0,3 Prozent, in Portugal 0,8 Prozent. Auch Italiens Wirtschaftsleistung sank um 0,2 Prozent. Auch in Griechenland schrumpfte die Wirtschaft, konkrete Zahlen zu diesem Land legte Eurostat am Donnerstag jedoch nicht vor.

In der Euro-Zone ist damit der sogenannte Double-Dip Realität geworden: Der erneute Absturz in eine Rezession, nachdem der Währungsraum bereits nach Beginn der weltweiten Bankenkrise 2008 in einen fünf Quartale andauernden Abschwung rutschte. Die EU-Kommission rechnet für das Gesamtjahr mit einem Rückgang von 0,4 Prozent in der Euro-Zone, und auch die Aussichten für das kommende Jahr sind nicht sehr ermutigend: Zwar soll das Wachstum wieder im Plus liegen, mit 0,1 Prozent allerdings auf äußerst bescheidenem Niveau.

Konjunktur Deutsche Wirtschaft wächst nur gering, Euro-Raum in Rezession

Trotz eines immerhin geringen Wachstums in Deutschland und Frankreich ist die Euro-Zone insgesamt in eine Rezession geraten. Die größten Probleme gibt es in Südeuropa.

Die Euro-Zone ist in eine Rezession geraten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 17 Mitgliedsstaaten sank zwischen Juli und September um 0,1 Prozent im Vergleich zu den vorausgegangenen drei Monaten des Jahres. Das berichtete die Europäische Statistikbehörde Eurostat.

Bereits im Frühjahr war die Wirtschaft um 0,2 Prozent geschrumpft. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge sprechen Fachleute von einer Rezession. Vor allem in den Krisenländern Spanien, Italien, Portugal und Griechenland schrumpfte die Wirtschaftsleistung stark.
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Das deutsche Wirtschaftswachstum hat sich im dritten Quartal hingegen lediglich verlangsamt, nahm aber nicht ab. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Juli und September preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. In der ersten Jahreshälfte war die Wirtschaftsleistung mit 0,5 Prozent im ersten und einem Plus von 0,3 Prozent im zweiten Quartal noch stärker gewachsen.

via Rezession: Wirtschaft in der Euro-Zone sinkt im dritten Quartal – SPIEGEL ONLINE.

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Kategorie: Wirtschaft

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