EURO-Krise: Finanzministerium dementiert Einigung mit Athen
Hilfen für Griechenland: Zeit ist Geld: Griechenland soll laut einem Bericht zwei Jahre mehr zum Sanieren der St… bit.ly/SqJ28E
— Taz_Nachrichten (@Taz_Nachrichten) Oktober 24, 2012
Es herrscht aufgeregte Verwirrung darüber, was jetzt wirklich vereinbart oder nicht vereinbart wurde. Das Finanzministerium in Berlin hat einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zurückgewiesen, demzufolge Athen zwei Jahre mehr Zeit bekommt, um sein Haushaltsdefizit zu verringern. Der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Steffen Kampeter (CDU), sagte am Mittwochmorgen, dass darüber noch nicht entschieden sei. Man warte noch auf den Bericht der EU-Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB). Anschließend würden deren Vorschläge geprüft. Erst danach falle eine Entscheidung. „Alles andere ist Kaffeesatzleserei“, sagte Kampeter.
Auch EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen widersprach dem Zeitungsbericht. „Es gibt bisher keine endgültige Einigung der Troika mit der griechischen Regierung. Wir machen Fortschritte, aber wir sind nicht da“, sagte er im ARD-“Morgenmagazin“.
“@kreuzer1965: Zu harte Forderungen der Troika:In Griechenland droht Bruch der Koalition tinyurl.com/8sb8yn6” wer Elend sät wird Wut ernten
— Maren (@Peacecakex) Oktober 24, 2012
Die SZ schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe, dass die griechische Regierung angeblich zwei Jahre mehr Zeit für die Sanierung des maroden Staatshaushalts erhalten soll. Das Land müsse die Neuverschuldung statt 2014 erst 2016 wieder unter die EU-Obergrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung drücken, meldet die SZ, ohne Quellen zu nennen. Ein zeitlicher Aufschub für Athen wird von der griechischen Regierung seit Monaten immer wieder gefordert, zuletzt hatte sich auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) dafür ausgesprochen.
Die Deutsche Presse-Agentur DPA wiederum will aus griechischen Regierungskreisen erfahren haben, dass zwar ein entsprechender Entwurf vorliegt. Über die Bedingungen für die Fristverlängerung werde aber noch verhandelt.
Dabei läuft Griechenland tatsächlich die Zeit davon, das Land hat nur noch bis zum 16. November Geld. Ministerpräsident Samaras wandte sich am Dienstagabend an das Volk. In seiner kurzen Rede rief er die Griechen dazu auf, im Kampf gegen die Finanzkrise größtmögliche Einigkeit zu zeigen. Diejenigen, die jetzt Mut zeigen werden, “werden das Land retten”, sagte Samaras im Fernsehen.
via Schuldenkrise: Finanzministerium dementiert Einigung mit Athen – Griechenland – FAZ.
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